Obstbäume in der Landschaft

Konferenz in Bad Muskau

Wir laden Sie herzlich zur deutsch-polnischen Fachkonferenz über Obstbäume in der Landschaft ein. Die Veranstaltung findet am 27. September 2025 (Samstag) im Ballsaal des Neuen Schlosses in Bad Muskau statt und wird simultan übersetzt.

Es ist schwer, sich die Landschaft Osteuropas ohne Obstbäume vorzustellen. Obstalleen und traditionelle Streuobstwiesen sind nicht nur ein wichtiger Bestandteil der Landwirtschaft, sondern auch Hotspots der biologischen Vielfalt und Lebensraum für zahlreiche Arten. Mit anderen Worten: eine natürliche Tafel für Menschen und Bestäuber, ohne die sie kaum existieren könnten. Angesichts des Klimawandels übernehmen sie zudem eine zentrale Anpassungsfunktion – wie andere Bäume spenden sie Kühlung, senken die Umgebungstemperatur, speichern Wasser, binden Kohlendioxid und stabilisieren den Boden. Deshalb ist ihre Erhaltung und die Anlage neuer Bestände von so großer Bedeutung.

Über die Zukunft der Obstbäume unter den sich verändernden klimatischen Bedingungen und darüber, wie ihr Schutz gestärkt werden kann, diskutieren Wissenschaftler, Praktiker und Organisationen, die sich im deutsch-polnischen Grenzgebiet für Mensch und Natur einsetzen.

Organisatorische Informationen:
Teilnehmer aus Polen können bereits einen Tag früher anreisen und bis Sonntag bleiben – die Veranstalter stellen eine Unterkunft zur Verfügung.

Anmeldung:
Bitte senden Sie Ihre Anmeldungen an: salditt@ibz-marienthal.de
Hinweis: Die Anzahl der Plätze ist begrenzt.

Programm der Veranstaltung:

10:00 – Begrüßung

10:15 – Obstgärten für den Klima- und Biodiversitätsschutz – Projektpräsentation, Martin Lipa (EC Meluzina RCAB)

11:00 – Neues Handlungskonzept für traditionelle Streuobstwiesen in Brandenburg, Dr. Rico Hübner (Deutsche Agroforstgesellschaft)

11:45 – Alte Bäume in der Landschaft. Bedeutung, Rettungs- und Erneuerungsmöglichkeiten. Theorie und Praxis, Ewelina Gudarowska (Naturwissenschaftliche Universität Breslau)

12:30 – Mittagspause, Mittagessen vor Ort

14:00 – Ökosystemleistungen traditioneller Streuobstwiesen, Henriette John und Sophie Meier (Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung)

14:45 – Traditionelle Obstwiesen im Zeichen des Klimawandels, Dr. Peter Decker (IBZ St. Marienthal)

15:30 – Kaffeepause

16:00 – Biologische Vielfalt und Artengemeinschaften in Obstbäumen, Dr. Sebastian Dittrich (Technische Universität Tharandt)

16:45 – Neue Methoden zur Analyse von Obstsorten, Dr. Stefanie Reim (Julius Kühn-Institut)

17:30 – Abschluss der Konferenz

Als zusätzliche Attraktion besteht die Möglichkeit, die Ausstellung von Obstsorten im Orangeriegebäude des Fürst-Pückler-Parks zu besichtigen, das u. a. für den historischen Ananasanbau berühmt ist (ca. 10 Minuten Fußweg vom Schloss).